Sternbild Hase

Sternbild Hase (Lepus) mit dem hellsten Stern Arneb
Sternbild Hase · hellster Stern ArnebSternbild im Sternregister anzeigen

Steckbrief

Lateinischer Name
Lepus (Lep)
Hellster Stern
Arneb (α Lep)
Relative Helligkeit
2,58 mag
Hipparcos-Katalog
HIP 25985
Fläche
290 deg² (Platz: 51 von 88)
Rektaszension
4h 55m 02s bis 6h 12m 52s
Deklination
-27° 16' 44'' bis -10° 48' 50''
Nachbarsternbilder
Orion, Eridanus, Grabstichel, Taube, Großer Hund, Einhorn

Sichtbarkeit

NordhimmelBerlin
SüdhimmelSydney
sichtbarteilweise sichtbarnicht sichtbar22 Uhr Ortszeit, an mindestens einem Tag im Monat

Das Sternbild Hase

Der Hase ist ein Sternbild der südlichen Hemisphäre. Sein hellster Stern ist der Stern Arneb. Sein Name leitet sich vom arabischen al-arnab ab und bedeutet „der Hase“. Dank seines östlichen Nachbarsternbildes Großer Hund ist das Sternbild Hase leicht am Firmament auszumachen. Auf seiner stolzen Brust trägt der Große Hund nämlich den hellsten Stern des Himmels, den Stern α Canis Majoris, welcher den griechischen Namen Sirius (der Versengende) trägt. Die Helligkeit von Sirius wird am Himmel nur noch von der Sonne, dem Mond und einigen Planeten übertroffen. Vom Stern Sirius aus gesehen, in gerader westlicher Linie, befindet sich der hellste Stern des Sternbildes Hase.

Geschichte und Mythologie

Das Sternbild des Hasen gehört zu den 48 ursprünglichen Sternbildern des Ptolemäus, eines Mathematikers, Astronomen, Astrologen und Geografen der Antike. Durch die Jahrhunderte wurde das Sternbild mit vielen Mythen in Verbindung gebracht. Die Araber sahen in diesem Sternbild den Thron des Orion. Bei den Ägyptern wurde dieses Sternbild als Boot des Gottes Osiris dargestellt. Der Gott Osiris wurde früher in der Sternengruppe des Orion gesehen und südlich unter ihm lag sein Boot, im Sternbild des heutigen Hasen. Durchgesetzt haben sich allerdings zwei andere Fabeln:

Zum einen die Fabel um einen Windhund (Sternbild Großer Hund), der einen Hasen (Sternbild Hase) jagt. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Griechen früher die Hasen mit Windhunden jagten.

Zum anderen die etwas bekanntere Fabel um die Insel Leros, eine griechische Insel im Ägäischen Meer. Eines Tages brachte jemand eine trächtige Häsin mit auf die Insel. Da es bis dahin noch keine Hasen auf der Insel gegeben hatte, waren die Menschen von diesem Tier begeistert und fingen an sie zu züchten. Daraufhin breiteten sich die Hasen sehr schnell über die gesamte Insel aus und fraßen die Feldfrüchte der Bevölkerung auf, so dass den Bewohnern der Insel kaum noch Essen blieb. Die Bewohner fingen die Hasen wieder ein und brachten sie aufs Festland. Zur Erinnerung daran, dass es auch des Guten zu viel sein kann, wurde das Sternbild des Hasen anschließend an das Firmament versetzt.